Monday, September 23, 2019

“He’s got the whole wide world in His hands”

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Sicht auf die unsichtbare Welt
Jan Fluit
 
 
 
Der Redner hat ein Päckchen bei sich und fragt die Anwesenden, zu raten, was sich in der Verpackung befindet.  Man rät es aber nicht, weil man es nicht sehen kann , also unsichtbar ist. Wenn er es aus der Verpackung zum Vorschein bringt, ergibt sich, daß es um einen Atlas geht, also buchstäblich um eine unsichtbare Welt.
 
Ich möchte heute mit euch über die unsichtbare, geistliche, Welt reden. Das scheint eine fast unmögliche Aufgabe zu sein, denn wie kann man überhaupt über eine Welt reden, die man nicht sehen kann?  Trotzdem ist es ein Ausdruck, den wir schon seit langem kennen. Welche Rolle spielt die unsichtbare Welt in meinem Leben? Bin ich mit ihr in meinen Gedanken beschäftigt? Wie gehe ich mit ihr um?
 
Nehmen wir diesen Atlas zum Vorbild: So ein Atlas ist ein Kunstwerk, jedenfalls früher, als man alles zu Fuß machen mußte und man nur mit beschränkten Hilfsmitteln die Erde messen und kartieren konnte. Die Entdeckung der Welt mit Hilfe eines Atlasses  ist eine Wiedergabe von allem, was andere Leute entdeckt haben.
In einem Atlas findet man Länder, Seen, Höhen, Tiefen, Grenzen, unterschiedene Klimas und noch viele andere Sachen.
 
Die Welt kartieren ist heutzutage viel einfacher. Jetzt ermöglichen die Satelliten uns, uns die Erde von oben herab anzuschauen, wodurch man sofort einen Überblick von der Welt bekommt.
Das ist übrigens ein prima Beispiel der geistlichen Realität. Wenn man von oben herab schaut, also zusammen mit Gott und von dem Hl.Geist geführt, dann werden allerhand Sachen plötzlich viel deutlicher. So kann ich die Wirklichkeit sozusagen besser kartieren.
 
Im 2.Korinther 4,16 steht: “Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn das schnell vorübergehende Leichte der Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig”.
 
Das Aufreiben des äußeren Menschen betrifft hier nicht sosehr unser Äußeres sondern vielmehr, daß wir uns von vielen natürlichen, unwichtigen Sachen distanzieren, weil wir innerlich durch göttliches Denken erneuert werden.
 
Man distanziert sich von allerhand Äußerlichkeiten und Problemen, die unsere Aufmerksamkeit beanspruchen wollen und dafür sorgen, daß  die geistliche Welt ein verschlossenes Buch bleibt.
 
Hier aber steht, daß es wichtig ist, daß unser innerer Mensch Tag für Tag erneuert wird. Man wird immer mehr erneuert, immer frischer, immer jünger, wenn man sich mit Gottes Wirklichkeit beschäftigt, mit seinem Entwurf, seiner Landschaft, die er malt. Das Gebiet, das für dich bestimmt ist, aber gleichzeitig, wenn es um die geistliche Welt geht, eine klare Schilderung ist von dem, was nichts taugt, was nicht zu dir gehört und dir wesensfeindlich ist.
Denn auch das wird von Gott kartiert, das macht er ebenfalls sichtbar, damit du dich nicht blind in den Abgrund stürzest.
Er macht dir so ganz klar, wie er das Leben für dich gemeint hat, das findet er wunderbar.
Und wenn unser innerer Mensch tagaus tagein so erneuert wird, dann wird das auch im Sichtbaren zum Vorschein kommen. Meine Rede und mein Benehmen werden nach und nach erneuert.
 
Ich bin dadurch auch immer besser imstande, Sachen, die gegen mich wirken, Widerstand zu leisten, denn hier steht im 2.Kor.4: “Denn das schnell vorübergehende Leichte der Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit”. Wir haben also mit Drangsal zu tun, Paulus aber nennt das eine Leichte.  Wir wissen aber von ihm, daß er sehr viel gelitten hat und darüber auch manches erzählt hat. Wenn man so etwas liest, dann fragt man sich, wie ein Mensch sich so behaupten kann.
 
Wenn ich das auf mich selbst beziehe, dann frage ich mich, wie ich darauf reagieren würde, wenn mir absolut widerrechtlich die Kleider vom Leib gerissen werden und mir den Rücken kaputt geschlagen wird, wenn ich blutend ins Gefängnis geworfen werde und meine Füße im Block befestigt werden, alsob ich noch fliehen könnte, und da liege, nur weil ich das befreiende Evangelium von Jesus Christus verkündigt habe.
Das lesen wir in Apg. 16, 22-25. Dir ist alles angetan, was Gott verboten hat, du bist zerschlagen, gedemütigt und dir ist auch noch die Gelegen-heit genommen, den Dienst, an den du so fest geglaubt hast, zu er-ledigen.  Denn du bist gekettet worden und bist buchstäblich kaputt gemacht. Aber Paulus und Silas fangen an, zu singen. Ich weiß nicht, ob ich das auch tun würde, aber ich möchte es sowieso.
 
Der Grund zum Singen ist so wichtig. Paulus hatte eine gute Sicht, weil er mit dem Hl.Geist erfüllt war. Er sagt, daß  die Drangsal uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit bewirkt. Also nicht nur so ein Gewicht sondern ein über die Maßen, ewiges Gewicht von Herrlichkeit. Das sagt er, weil er nicht auf das Sichtbare sondern auf das Unsichtbare schaut wie Mose es auch tat. Denn jener hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren. Hebräer 11, 27. Das betraf seine Entscheidung, nicht ein Sohn der Tochter Pharaos zu heißen, sondern lieber mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, als den zeitlichen Genuß der Sünde zu haben.  Darum setzte er durch, darum war er standhaft, darum konnte er leben.
 
 
Wenn der Teufel es schaffen könnte, dann würde er die unsichtbare Welt zu einem verschlossenen Buch machen und dann würdest du zunächst zum Schlachtopfer des Sichtbaren.  Alles, was in der sichtbaren Welt geschieht, bestimmt dann dein Leben, deine Richtung, deinen Fortschritt oder er bringt deine Entwicklung zum Stillstand.
Der Widersacher denkt: Ich werde das Tempo und den Glauben aus deinem Leben herausholen; ich beschäftige dich mit dem, was vor Augen ist, mit dem, was du in der sichtbaren Welt feststellen kannst, es ist alles Widerstand. Lass dich dadurch nicht einschränken, sondern entscheide dich für ein Leben in der Freiheit, die der Herr dir schenkt.
 
In Apg.17, ab Vers 15, steht eine bemerkenswerte Geschichte. Paulus erreicht hier Athen und sieht, daß es unheimlich viele Statuen in dieser Stadt gibt. Das reizt ihn und er redet zu den Menschen. In den Versen 23-28 sagt er: “Was ihr nun, ohne es zu kennen,  verehrt, das verkündige ich euch. Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, noch wird er von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus Einem jede Nation der Menschen gemacht, daß sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, indem er festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir,.. denn wir sind auch sein Geschlecht”.
 
Paulus zeigt ihnen einen unsichtbaren Gott, den sie nicht kennen, damit sie unterscheiden, daß er ein Vater ist, der ihnen Wohnung gibt, nämlich in seiner Wirklichkeit. Gott beabsichtigt dich als seine Wohnung und will, daß du bei ihm zuhause bist und von Angesicht zu Angesicht mit ihm redest, damit du seine Liebe und Erbarmung täglich erfährst.
 
Wir haben auch gelesen, daß er die Grenzen deiner Wohnung bestimmt. Ist meine Wohnung begrenzt? Doch, diese ist begrenzt. Werde ich dann eine begrenzte, beschränkte Wohnung bekommen? Nein, überhaupt nicht. Aber trotzdem bist du begrenzt durch die Sachen, die wohl oder nicht zu dir passen. Er gibt dir Grenzen, damit du geschützt bist.
 
Jesus war und ist ein Mensch, der Grenzen setzte, der sagte: “Bis hier und nicht weiter”, egal ob er vom negativen Verhalten anderer verführt wurde oder von schmeichlerischen Worten, er setzte Grenzen.
 
Wenn man ihm in Matt.12, 47 sagt: “Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen” dann erwidert Jesus:  “Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder”? Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: “Siehe da, meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen meines Vaters tun wird, der in den Himmeln ist, der ist meine Mutter, mein Bruder und meine Schwester”. Lehnt er damit seine Mutter und seine Brüder ab? Absolut nicht, sondern er hielt die Wahrheit in der unsichtbaren Welt aufrecht, damit er in der sichtbaren Welt richtig reagieren konnte.
 
 
 
Das Eine war die Folge des Anderen. Jesus hatte von seinem Vater den Auftrag bekommen, vor die Menschenmassen und mit den Menschen-massen zu reden, also die Schafe zu betreuen. Darum hatte er für sich selbst die Grenze gesetzt, sich nicht bei den Menschen wegholen zu lassen. Er verfuhr genauso, wenn man ihn daran hindern wollte, auf dem Sabbath einen Menschen zu heilen oder bei dem Sturm auf dem See und zahllosen anderen Ereignissen. Er setzte Grenzen.
 
Wenn ich wiederhergestellt werden möchte, oder erneuert, dann brauche ich Sicht auf die Wahrheit Jesu Christi, dann brauche ich Sicht auf die Wahrheit des Hl.Geistes, dann bekomme ich den Raum, den ich brauche, weil der Vater zu mir spricht. Demzufolge werde ich auf kräftige Weise wiederhergestellt, auch in der sichtbaren Welt.  Dadurch lerne ich auch selbst Grenzen zu setzen an allem, was mich von der Wahrheit entfremden will.
 
In einem Atlas werden an gewissen Stellen auch die Moore angegeben, die Stellen, wo man den Boden unten den Füssen verliert.  Das kann auch der Fall im Leben eines Menschen sein. Sie landen in einem Moor von Meinungen, Ideeen, Abweichungen, Sorgen und Negativismus, wodurch man alle Gewißheit und den festen Boden verliert. Man versinkt in dem, was einem angetan worden ist und umso mehr man sich wehrt, desto tiefer man sinkt.
Darum ist es auch sehr wichtig, ehe das passiert, Grenzen zu stellen. Überschreite diese Grenzen also nicht ! Erkenne an, daß alles, was deiner Identität schadet, nicht zu deinem Gebiet passt. Wenn deine Identität in Frage gestellt wird, dann gibt es jemanden, der deine Identität stehlen will. Willige das nicht ein, hüte deine Identität, denn du bist so kostbar. Der Vater liebt dich so und will nicht, daß dein Leben angegriffen wird.
Es ist auch ein Merkmal der Liebe, daß man nicht gestattet, daß das, was gut und lauter ist, was ehrlich und Leben ist, angegriffen wird.  Er, der die Grenzen feststellt, wird mein Ausgangspunkt.
Wenn der Teufel dieses Gebiet, dessen Grenze der Vater festgesetzt hat, trotzdem mit seinen Lügen angreifen will? Überwältige und entferne ihn und seine Lügen, indem du Worte der Wahrheit sprichst, die du von dem Herrn empfangen hast.  Das ist ein Privileg, das du erhalten hast, wie wir lesen in Hiob 40,10: “Schmücke dich doch mit Erhabenheit  und Hoheit, in Majestät und Pracht kleide dich! Streue die Ausbrüche deines Zornes umher und schau alles Hochmütige an und erniedrige es”.
 
 
Es gibt eine Bibelübersetzung, die Apg. 17,28 übersetzt mit den Worten: “Wir sind aus Ihm gebürtig”. Ja, das ist das Prinzip, aus Ihm gebürtig. Gilt das jeden Menschen? Nein, es gibt noch sehr viele Menschen, die noch wiedergeboren werden müssen. Dazu brauchen wir vor allem eine Befruchtung durch den Geist Gottes und durch die Wahrheit, damit die Wahrheit geboren werden kann. In Apg. 17,27 heißt es:” ..daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten…obgleich er nicht fern ist von jedem von uns”. Menschen werden also aufgefordert, ihren Tastsinn zu entwickeln.  Das ist die Fähigkeit, das Vermögen, zu erfassen, was der Vater will und beabsichtigt, das Vermögen, zu hören, in welche Richtung mein Gott mein Leben lenken will.  
 
Paulus geht in seiner Ansprache weiter mit den Worten: In Ihm leben und weben und sind wir, denn wir sind auch sein Geschlecht. Wir sind sein Geschlecht. Ich entdecke die Wahrheit,  daß meine Identität im Wesen Gottes seinen Ursprung hat.
 
In meinem persönlichen Leben gab es eine Periode, in der Jesus als eine Art Gegensatz zu meinem Wesen verkündigt wurde. Er war großartig und freundlich, gütig und tadellos aber ich taugte nichts, ich wurde gedemütigt, weil Jesus auf meine Kosten gebraucht wurde. Und das ist desto schlimmer, weil er gerade gekommen ist, um uns in sein Leben und seine Wahrheit zu versetzen, damit wir auch leben können und Wahrheit werden.
Neulich las ich in einer Zeitung über zwei junge Mädchen, die so gequält und gedemütigt waren, daß sie demzufolge nicht mehr leben wollten. Eins der beiden Mädchen erzählte weiter, daß sie ihrem Leben ein Ende setzen wollte, aber das passierte nicht, weil sie zu Gott gefunden hatte und dadurch zu sich selbst. Denn wenn man Gott begegnet, dann erfährt man soviel Liebe, Respekt und Heilung.
 
Es ist deshalb so wichtig, daß wir in Ihm leben und uns bewegen, weil in Ihm die Verurteilung, Demütigung und Abirrung aufhören.  Wenn ich in den Himmel hineingehe und dort meinen Platz einnehme, der mir bereitet wurde, dann sehe ich mit klaren, reinen Augen, was die Wahrheit ist und kann ich mit der Lüge abrechnen.  Das ist nicht später, wenn ich gestorben bin, sondern Eph.2,6 sagt: “Er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in der Himmelswelt”.
 
Im 5.Mose 25, 17-19 wird geschildert, “wie Amalek die Nachzügler schlug, alle Schwachen hinter dir, als du erschöpft und müde warst”. Dann sagt Mose: “Und wenn der Herr, dein Gott, dir Ruhe verschafft hat von allen deinen Feinden ringsum in dem Land, dann sollst du die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel auslöschen”.
 
 
 
Das Wort Amalek bedeutet Last! Wir werden also aufgefordert, jede Erinnerung an Last, an das Schlagen der Schwachen, auszulöschen. Es gibt viele Leute, die als Nachzügler von der Wahrheit und der Liebe abgeschnitten sind. Sie gehen, unsichtbar geworden durch den Schleier der Verneinung und die Maske des Kummers, durch’s Leben. Sie haben nicht mehr den Mut, sich anderen zu zeigen, geschweige denn, daß sie leben und weben in Ihm.
 
Aber seit dem Anbeginn hat Gott gesagt: Ich mache einen Menschen, ein Wesen, das mir ähnlich ist, das meiner Gestalt und meiner Herrlichkeit Spiegelbild ist. Wenn Gott Liebe ist, ist auch der Mensch, der nach seinem Wesen geschaffen wurde, Liebe. Wenn Gott würdig und wertvoll ist und eine kreative Natur hat, dann ist der Mensch auch so geschaffen.
 
Und tatsächlich ist ein Dieb gekommen, der das von dem Menschen gestohlen hat. Wir aber wollen uns nicht diesem Dieb anschliessen sondern dem Vater aller Barmherzigkeit. Denn wir sind zu unserer ersten Liebe, zu Gott, zurückgekehrt. Dadurch schöpft man eine Welt, wo Menschen zusammen leben können, die eine Landschaft von Frieden und Harmonie gestalten, in der man anderen Lebensraum gibt.  Wir schliessen die Zäune nicht, damit die Menschen nicht bei den Auen kommen können, sondern wir öffnen die Zäune, wir nehmen die Riegel weg, damit wir freien Zutritt bekommen zu den Orten, die für uns be-stimmt sind.  Denn wir sind sein Geschlecht und erhalten von Ihm unsere Autorität. Darum folgen wir Ihm auch. Was die Erde betrifft lesen wir in Psalm 98,9 : “Denn er kommt, die Erde zu richten. Er wird die Welt richten in Gerechtigkeit und die Völker in Geradheit”.  Richten bedeutet Recht sprechen. Er kommt, um über die Erde Recht zu sprechen, über das Territorium der Menschen. Er wird uns Geradheit schenken. Dann können die Menschen sagen: Endlich gibt es Gerechtigkeit.
 
In Epheser 6,10 sagt Paulus: “Schließlich, werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt. Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der Himmelswelt”.
Aber wie soll ich das alles schaffen? Hier steht: “Werdet stark im Herrn”, aber wie werde ich stark? Wenn ich das, was Gott zu mir sagt, für wahr halte, wenn ich das in meinem Leben anwende, dann werde ich dadurch stark. Dann ziehe ich seine Waffenrüstung an.
 
Manche Leute kämpfen soviel in ihrem Leben, daß sie dadurch völlig zusammenklappen, weil sie der Meinung sind, das alles von ihren Aktivitäten abhängt und dadurch soviel Energie vergeuden, daß sie auf die Dauer völlig erschöpft sind.  
 
Wenn du aber Gottes Waffenrüstung trägst, also mit seiner Wahrheit, seiner Liebe und seinem Frieden bekleidet bist, dann kannst du gegen die Listen des Teufels, der dich immer hinters Licht führen will, bestehen.
 
Ich bin deshalb so froh, daß ich nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen muß, denn man kämpft sich zu Tode, zerstört andere Leute, und es führt schließlich zu nichts. Es gibt aber einen Weltbeherrscher, den Teufel, der sagt: “Die Welt, das ist mein Gebiet, die Menschheit gehört mir, die habe ich erobert. Es gab nämlich einen Menschen, der auf mich gehört hat und danach ist die Sünde zu allen Menschen durchgedrungen. Du bist auch ein Mensch, du gehörst also auch mir. Du bist zu nichts gutem imstande, denn du bist mein Sklave, also Sklave der Sünde”.
 
Aber dann kam jemand anders, Jesus, der sprach: “Das gefällt mir eben nicht, diese Verhältnisse und Gedankengänge sind völlig verrückt”.  Sein Gedanke war: “Es gibt jetzt allerhand Sachen, die in der Finsternis sind,
die sollte man ins Licht rücken.  Leute, die ganz unsichtbar geworden sind durch diese Finsternis. Aber wenn sie durch das Licht aus dem Land des Lichts, des Lebens und der Liebe angestrahlt werden, dann wird man erkennen, wie schöne diese Leute sind”.
Als er also auf seinen Vater hörte und sich mit seiner Gedankenwelt bekleidete, hat er sich wie folgt entschieden:  “Ich bin nicht einverstanden mit der Lage, in der die Erde sich jetzt befindet, Ich werde alles ändern”.
Dafür hat er sich hingegeben, damit jeder Mensch, der dieses Opfer annimmt, nicht länger Sklave der Sünde ist, sondern ein Mensch des Lebens.
Das hat dazu geführt, daß er gesagt hat: “Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden”.
Und ich akzeptiere, daß ihm diese Macht gegeben worden ist, und wenn er alle Macht hat, dann hat sein Gegner nichts.  Aber was passiert mit diesem Weltbeherrscher, der sich so daran gewöhnt hat, zu herrschen? Der Ausgangspunkt von Jesus ist, daß er dieses Herrschen zerstören darf. Womit? Mit den Waffen des Lichtes, der Wahrheit und des Lebens.
 
Einer der Bibeltexte, der am meisten zitiert worden ist, lautet: “Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sonder ewiges Leben habe”. Ein wunderbarer Text. Schreibe aber auch für dich selbst nieder: “So sehr liebt Gott meine Gedankenwelt”, denn da fängt es an, bei der Erneuerung unseres Sinnes, unserer Gedankenwelt, denn danach sehnt Gott sich so.  Er möchte uns gerne ernähren und mit seinen Gedanken erfüllen, wie Er glaubt und denkt. Und dessen Vertreter dürfen wir sein, wie wunderbar!
Wir wissen noch nicht alles, bei weitem nich, aber wir wissen, daß wir ein herrliches Erbe empfangen werden. Denn die Erde wird mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden.
 
Wenn wir so in das vollkommene, wahrhaftige, Gesetz von Jesus hineinschauen, das Gesetz der Freiheit, dann werden wir dadurch in wunderschöne Menschen verwandelt. Und wie schön wird es dann sein, mit Ihm zu gehen. Und nach und nach wird uns die herrliche Wahrheit des Vaters,  was den Menschen betrifft, immer klarer. Wie schön ist das! Wir wollen also zusammen den Atlas der Wahrheit, der Liebe und des Lebens zustande bringen.
 
Amen.
 
 
 
Vater, wir danken dir, daß du uns Sicht auf die unsichtbare Welt geschenkt hast. Wir danken dir für die Wahrheit deiner Liebe und Wiederherstellung, die uns gleichzeitig gegen Lüge und Unheil schützt.
Herrlich, daß du uns einen Platz gibst, wo wir Mitarbeiter deines Heils werden können. Du gibst uns Augen, die den Menschen sehen, wie er in Wirklichkeit ist: so schön, so lauter, so geliebt. Wir danken dir auch, daß du uns deinen Geist schenkst, wodurch wir weitergehen dürfen in deiner Kraft, Liebe und Weisheit. Herr, wir lieben dich.
 
Amen.