Friday, December 13, 2019

“He’s got the whole wide world in His hands”

Text Size



Der bessere Traum
Ton van den Hoorn
 
 
 
Sie hören eine Predigt von Ton van den Hoorn aus den Niederlanden.
 
Einen schönen guten Morgen wünsche ich euch, liebe Brüder und Schwestern.
 
Lesen wir zusammen Jeremia 32 40:
‚Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund, dass ich mich nicht von ihnen abwenden will, sondern ihnen Gutes erweise. Ich lege ihnen die Furcht vor mir ins Herz, damit sie nicht von mir weichen.’
Ein sehr kurzer und bündiger Text, nicht wahr?
Lest diesen Text bitte selbst auch noch mal.
 
‚Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund.’
 
Hier spricht der Herr zu seinem Volk, zu uns. Ich werde mit euch einen ewigen Bund schließen. Das heißt: Ich werde mich nicht von euch, abwenden und werde Gutes tun. Ich werde euch die Furcht, die Ehrfurcht, den Respekt vor mir ins Herz legen, sodass ihr nicht von mir weichen werdet.
 
Das ist sehr schön. Für mich selbst, aber auch für euch. Für euch als Jugendliche, als Erwachsene.
 
Ich habe noch einige Texte, die meisten aus Offenbarung, und zwar Offenbarung 4 ab Vers 1:
‚Danach sah ich: Eine Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: „Komm herauf, und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.“’
Offb. 5 1:
‚Und ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, eine Buchrolle.’
Offb. 5 6:
‚Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte....., usw.’
Ich sah, wie das Lamm die Siegel der Buchrolle, eines nach dem anderen, öffnete. Ich sah schließlich einen neuen Himmel und eine neue Erde (Offb. 21 1).
‚Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Mensen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. (Offb. 21 3-5).
 
Und dann schließlich noch ein Text, und zwar Lk 21 34,
‚Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden.’
 
Meine Predigt besteht heute Morgen aus drei Punkten:
Punkt 1:           Deine Träume und Träume, die sich nicht erfüllen werden.
Punkt 2:           Es gibt noch immer Leiden und Schmerz.
Punkt 3:           Der bessere Traum.
 
Fangen wir mit dem ersten Punkt an. Es wird sofort sehr persönlich. Auch für mich. Wovon träumst du? Was ist dein Traum? Denke mal darüber nach! Als Jugendlicher, als Erwachsener. Hast du als Erwachsener noch Träume? Oft träumen Menschen von guten Ehen, intelligenten Kindern, einer guten Gesundheit, einem bisschen Geld, das Leben genießen zu können, einer guten Arbeitsstelle, erfolgreicher Arbeit oder „mit Erfolg für den Herrn arbeiten“.
Und wir glauben: Das ist das Beste, was uns passieren kann, nicht wahr? Nötigenfalls beten wir dafür.
Aber, gesetzt mal den Fall, du bist damit zufrieden, nun dann wirst du nie nach dem Besten des Herrn dürsten. Dann wirst du ihn nie richtig anbeten. Dann genießt du eigentlich mehr die Segen als den Herrn, der segnet.
Und wenn sich diese Träume dann nicht erfüllen? Das ist sehr gut möglich, denn auch das ist mir bekannt.
Und das schmerzt im Herzen, nicht wahr? Ich weiß nicht, ob dir schon das passiert ist. Mir schon. Und diesen Schmerz kann man lindern, indem man ihn z.B. verdrängt. Man sagt dann: „:Na ja, wir beten dafür und machen weiter.“
Das ist an und für sich nicht schlecht, dass man das sagt, aber wenn man damit den Schmerz verdrängt, dann ist das etwas, worüber man bestimmt mal nachdenken muss. Man kann den Schmerz verdrängen, indem man hart arbeitet, viel ausgeht oder durch große Selbstdisziplin.
Aber solange Schmerzbekämpfung das Ziel deines Lebens ist, leidest du selbst darunter, leiden deine Beziehungen darunter. Dann verschwindet der Schmerz nie. Tief im Herzen bleibt der Schmerz. Auch wenn du versuchst, ihn zu verdrängen oder zu leugnen.
 
Punkt 2
„Leiden und Schmerzen“.
In diesem Leben gibt es für dich, für mich, noch immer Schmerzen und Leiden. Es hat den Anschein, als ob, wenn man Hebr. 11 liest, gläubige Menschen nicht zu leiden brauchen. Deren Traum erfüllt sich.
Liest man dieses Kapitel jedoch aufmerksam und vor allem Vers 35 b, dann erkennt man, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.
Da steht:         ’..................andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an.’
Und weißt du warum? Weißt du wozu? Die Antwort steht dahinter: ‚..........um eine bessere Auferstehung zu erlangen.’
Bereits jetzt schon das Erlangen einer besseren Auferstehung, in tiefer Verbundenheit mit dem Herrn!
 
Fahren wir fort mit dem Brief an die Hebräer, und zwar mit Vers 36:
‚Andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis; sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt, erlitten den Tod durchs Schwert, zogen umher in Schafpelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Misshandlung; sie, derer die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde.’
Nun, würde man das zu uns sagen, dann ist eine logische Reaktion: „Wie kann ich dem entkommen!“
 
Und wisst ihr, was so schön ist? Der Verfasser des Hebräerbriefes bezeugt: „Auch sie haben den Glauben bewahrt.“
Ja, das ist phantastisch! Man kann manchmal noch was von Menschen lernen, wenn sie sagen: „Ja, wenn dies alles geschieht, dann wächst mein Glaube und wird stark.“ Um dann zu entdecken: „Herr, inmitten all dieses Leids und Schmerzes dürste ich nach mehr von dir.“
 
Paulus schreibt: „Wer will uns, will mich scheiden von der Liebe Christi?“
Wer oder was wird mich davon scheiden? Ja, wer? Von der Liebe Christi. Ja, was?
So behältst du den Glauben. Und weißt du warum? Weil dein Herz immer weniger beschwert wird.
 
‚Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus,’steht in Sprüchen 4 23.
 
Mir ist nicht bekannt, was alles du zu bewahren hast. Manchmal bewahren Menschen alles Mögliche. In der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt. Hier steht: ‚Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.’ Und sieh zu, dass dein Herz nicht beschwert wird. Keine Auflehnung unter Leiden und Schmerzen. Keine Hysterie, weil die Probleme nun doch endlich mal ihr Ende haben müssen!
Denn gerade dann darfst du dich ihm anvertrauen. Dann darfst du dir von der Tatsache bewusst sein, dass du einen großen Durst nach der Liebe Christi hast. Dass du in deinem Leben nach mehr Glaube an ihn dürstest. Dass du in dieser Situation nach mehr von ihm schmachtest.
Dass du davon träumst, wie deine Zukunft zusammen mit dem Herrn aussieht.
Wer oder was will uns, will mich inmitten des Schmerzes von der Liebe Christi scheiden ? Denn gerade diese Liebe sucht man in der Situation des Schmerzes und des Leidens. Dann verdrängt man den Schmerz nicht mehr. Dann sagt man nicht: „Ich habe keinen Kummer. Dann HAST du Kummer, aber dieser Kummer scheidet dich nicht mehr von der Liebe Christi. Dann spürst du das auch tief im Herzen.
 
Paulus sagt in 2 Kor 6 2: ‚Jetzt ist die da, die Zeit der Gnade.’
Etwas weiter sagt er: ‚In allem erweisen wir uns als Gottes Diener.’
Ist das nicht schön? ‚Durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten, durch .....usw., usf.’
 
Paulus, was für einen Traum hast du?
Nun, den hat er beschrieben in 2 Kor 4 17: ‚Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit, uns, die wir nicht auf das Sichtbare starren, sondern nach dem Unsichtbaren ausblicken; denn das Sichtbare ist vergänglich, das Unsichtbare ist ewig.’
Was? Die kleine Last unserer gegenwärtigen Not, Paulus? Ja, tatsächlich.
Die kleine Last. Unserer gegenwärtigen Not? Ja, denn diese bewirkt für uns, bewirkt für dich ein alles übersteigendes ewiges Gewicht an Herrlichkeit. Und, weißt du, warum? Da wir unseren geistlichen Blick nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare gerichtet haben. Denn das Sichtbare ist vergänglich, ohne Bestand, das Unsichtbare ist ewig.
 
Paulus, ja, er hat etwas mit dem Herrn. Auch ich will in solchen Situationen des Leidens und Schmerzes mehr davon. Herr Jesus kann sie dir nicht wegnehmen. Ja, vielleicht gibst du ihm manchmal sogar die Schuld daran, aber er kann nichts daran ändern, wenn sich deine Träume nicht erfüllen. Wir wollen ein Evangelium ohne Leiden. Ein Leben ohne Schmerzen in den Beziehungen, in der Gemeinde, in meinem persönlichen Leben.
Nun, Schmerz ist tatsächlich unangenehm, er ist jedoch noch immer da. Und die Ursache jedes Leidens sind die bösen Geister, die eine Scheidung bewirken.
Sie scheiden dich von deinem tiefsten Wunsch, von der tiefsten Liebe zum Herrn. Sie treiben dich an, woanders deine Freude zu suchen.
Es ist so, dass dann andere Wünsche erregt werden, wodurch man denkt: „Wenn dies erfüllt wird, dann geht alles gut.“
Aber, es geht doch um dein Herz? Es geht doch um deine tiefsten Wünsche nach dem Herrn? Wenn der Schmerz betäubt und nicht zusammen mit dem Herrn verarbeitet wird, dann erscheinen andere Wünsche, die zu Süchte führen. Das Schöne ist jedoch, dass der Herr dir deine Feinde zeigt. Diese bedrängen dein Herz. Sie führen dich in Bedrängnis.
Und der Herr gibt dir die Kraft, sie zu besiegen. Wann? Wenn wir dieses Leiden akzeptieren. Wenn wir die Schwierigkeiten, Unannehmlichkeiten akzeptieren.
Und dann meine ich nicht, dass du sagst: „Alles ist O.K.“
Ich meine jedoch damit: Kannst du das Leben leben, wie der Herr das meint? Denn der Herr ändert auch deinen schwierigen Nachbarn nicht für dich. Diese Person, die du jeden Tag triffst. Gott hat jedoch seine Liebe in dein Herz ausgeschüttet. Und wenn sich diese Liebe in deinem Herzen weiter entwickelt, gibt es letztendlich eine Liebe, die alles erträgt.
Wir können schon sehr überzeugend sagen: „Die Liebe erträgt alles, Gottes Liebe ist in mir, also ich ertrage alles.“
Wenn ich das höre, dann muss ich oft denken: „Bitte, sei nun mal ganz ehrlich, in deinem Leben, persönlich!“
Und dann gibt es Situationen, dass ich denke: „Herr, mir fehlt etwas Liebe, bewirke bitte, das ich mehr Liebe habe. Hilf mir z.B., diese primären Reaktionen, die mich stören, loszuwerden.
Also, dann wächst man in jeder Hinsicht. In deinem Leben mit dem Herrn. Dann wächst man, weil er dir beim Schmerz, beim Leiden hilft.
Dieser Schmerz führt dich zum Tiefsten deines Wesens zurück. Und wenn man dann betäubend dabei ist, dann dreht sich alles um dich selbst. Es gibt Menschen - und habt bitte Erbarmen mit ihnen, denn es ist ein Zeichen, dass sie dürsten, es dreht sich alles um sie selbst. Sie sagen: „Nun habe ich wieder diese Probleme!“ Ein anderes Mal sagen sie: „Warum passiert mir das nun immer wieder?“
Man hört es an der Intonation.
 
Es dreht sich dann alles um dich selbst und nicht mehr um die Liebe Gottes, die dir und dem anderen gilt. Es gibt welche, die haben fortwährend, ihr ganzes Leben lang, Selbstmitleid. Und das ist ein gutes Zeichen. Es heißt nämlich, dass sie dürsten. Und nun gilt: Was kann geändert werden? Was kann erneuert werden?
Manchmal denken Menschen: Irgendwie hat Gott mich fallen lassen. Manchmal denken Menschen: Der Teufel ist zu stark. Oder: Das Evangelium wirkt nicht.
Aber, höre, was der Herr zu dir sagt: „Niemand verbeugt sich vor dir, niemand anbetet dich. Du bist von mir geschieden. Wir treffen uns nicht. Es gibt keine Gemeinschaft. Hast du jedoch den Wunsch, mir näher zu kommen. Die Beziehung zu mir zu vertiefen? Dass ich die Liebe in deinem Herzen weiter entwickeln werde?
Dann entdeckst du, wenn du das hörst und diese Liebe siehst, dass dein tiefster Wunsch nicht die Erleichterung deiner heutigen Schwierigkeiten ist. Dann entdeckst du, dass dein tiefster Wunsch ist: ‚Ein Leben ausschließlich durch Gnade hervorgebracht’.
Von Gott aus. Mit Gott. Für Gott.
 
Überlegt mal. Seid ihr zufrieden mit der Beziehung zu ihm? Verlangst du nach einer Vertiefung? Dürstest du nach: Herr, es ist noch viel mehr möglich? Sehnst du danach, dass du dich ihm völlig hingibst, sodass er durch dich hindurch wirken kann? Ich bete dann -vielleicht du auch?- : Herr, tief in mir spüre ich, dass du ein besserer Freund sein musst. Tief im Herzen fühle ich einen nahezu unwiderstehlichen Drang nach Vergnügungsquellen, die trösten, die du mir zu vorenthalten scheinst. Und es gibt viele davon. Und eine Anzahl sind Mensen.
Andere Quellen sind Beschäftigungen, wie Sex, Arbeit, Geld, Macht, Wohlstand.
Aber keine, Herr, bringt Leben! Nur du kannst, unter deinen Bedingungen, mich innerlich befriedigen. Ich bitte dich, lass den schönsten Traum Wirklichkeit werden. Eine tiefere Begegnung, eine wirkliche Begegnung mit dir.
Und wenn wir Schmerzen haben, wenn es Kummer gibt, sagen wir: Ich befinde mich inmitten der Probleme. Ich bin jedoch nicht entmutigt. Ich werde geistlich terrorisiert, der Herr hat mich jedoch nicht verlassen. Herr, ich empfinde Druck, sitze jedoch nicht in der Klemme. Bin um Rat verlegen, bin jedoch nicht ratlos, werde verfolgt, bin jedoch nicht verlassen, zu Boden geworden, jedoch nicht verloren. Die Verbannung wird jedoch nicht ewig dauern. Endlich komme ich nach Hause. Und dann ist Heimkehr oder Verbannung nicht die Hauptsache. Mit Freude dir gefallen ist für mich das Wichtigste. Das will ich tun, trotz meinen Umständen.
Lass das nur wirken in deinem Herzen. Lass das nur wirken bei Schmerz und Kummer.
 
Und dann komme ich zu Punkt 3: dem besseren Traum.
Wir dürfen vom Himmel träumen.
In diesem Zusammenhang fiel mir ein Text ein, und zwar Psalm 68 9. Ein wunderbarer Text:
‚.........da erbebte die Erde, auch die Himmel troffen vor Gottes Angesicht,..’
Herr, wenn sich in meinem Herzen alles in Aufruhr befindet, während die Erde bebt, es viel Schmerz gibt, Kummer, darf ich sehen, dass die Himmel triefen!
Das erquickt. Dadurch wirst du der Mensch, der du wirklich bist. Der Mensch, den Gott geschaffen hat. Der Mensch, den Jesus neugeschaffen hat.
Dann gibt es einen besseren Traum!
Herr, eine tiefere Beziehung zu dir, sodass ich deine Stimme vernehme und verstehe. Er ist alles, was du brauchst. Und bis zum Augenblick, wo du dir dessen bewusst bist, erfährst du noch niedrigere Wünsche als Nöte. Und das ist das Kennzeichen einer Sucht.
 
Der Kern unseres Lebens mit dem Herrn ist nicht: Er löst all deine Probleme; er sorgt dafür, dass all deine Träume erfüllt werden! Denn dann kann man ziemlich enttäuscht werden.
Der Kern des „In-Christus-Seins“ ist: Ihn genießen, ihn anbeten, in ihm mehr Freude finden als in welcher anderen Person auch immer.
Darüber könnt ihr nachher diskutieren.
Dies ist eine schöne These! Das Kennen Jesu als die wunderbarste Person.
 
Der Traum unseres Herrn Jesus ist: „...............dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.....“ (Joh 17 3).
Wisst ihr, das Erkennen unseres Herrn Jesus beschränkt sich manchmal noch auf das Treffen einer einmaligen Entscheidung für den Herrn. Es gilt jedoch: Wie geht es dir? Entwickelst du dich in dieser Gnade weiter? Öffne die Augen für ihn inmitten all deiner Schmerzen und deines Kummers. Hast auch du diesen besseren Traum, dass noch eine tiefere Beziehung möglich ist? Herr, ich sehne mich so danach, dass dein Geist jede Faser meines Lebens durchzieht, mich zu einer reicheren Begegnung mit dir führt und zu einer tieferen Gemeinschaft mit anderen! Dass du mich eine persönliche Erneuerung erfahren lässt, sodass ich dir noch mehr ähnlich werde.
 
Die Basis für Gemeinschaft mit anderen und für eine persönliche Erneuerung ist: eine lebende Beziehung mit dem Herrn.
Dann haben wir einen wunderbaren Traum, der aus Begegnung, Intimität, Gemeinschaft besteht! Eine Beziehung mit Jesus, der Menschen zusammenführt und Leben ändert. Der größte Segen für dein Leben ist dann nicht der Segen eines guten Lebens: Dass man, wie ein geistlicher Geizhals, seine Segen zählt. Denn dann schrumpft das In-Jesus-Sein zu einem Paket mit Segen zusammen. Nein. Es ist eine Gemeinschaft. Eine Beziehung. Eine Begegnung mit dem Herrn. Jesus möchte dich segnen.
Ich kenne deinen Terminkalender nicht, was alles du heute noch zu tun hast. Wie voll dein Programm ist.
Er möchte dir sagen: „Hast du Zeit? Hast du einen Augenblick Zeit für mich? Er sagt. „Setze dich doch einen Augenblick. Wollen wir zusammen nicht ein wenig genießen? Oder fährst du fort mit deiner Hetzerei?“
 
Der tiefste Segen ist eine tiefe Beziehung mit ihm.
Wonach dürstest du? Wonach schmachtest du?
Sonst wird alles ein Ritual, eine Religion, ein Rahmen.
Gehe mit deinem ganzen Herzen zu ihm! Jesus macht hungrig, du dürstest nach ihm durch den Heiligen Geist. Erlösche das nicht! Erlösche seinen Geist nicht! Er erweckt deinen Durst nach ihm durch den Heiligen Geist. Oft passiert das mittels nicht erfüllter Träume. Dann hilft er dir durch Schmerzen und Tränen hindurch, deine tiefsten Wünsche in deinem Herzen endlich zu entdecken.
 
Und dann betet ein Mensch: „Herr, der Krebs ist wieder da, oder ich habe gerade meine Arbeitsstelle verloren, mein Partner hat mich verlassen, ich bin böse und ich fühle mich schrecklich. Aber ich traue dir, Herr. Ich sehne mich nach noch mehr von dir. Das ist meine Hoffnung. Das gibt mir Freude inmitten all des Kummers.“
Dieser Mensch hat einen himmlischen Traum.
Jemand anders betet: „Herr, ich habe eine komplizierte Ehe. Ich liebe meinen Partner. Ich glaube sogar, dass mein Partner mich auch liebt. Es scheint jedoch, als ob es schwierig bleibt. Und nun bekomme ich einen Traum von dir: eine Vision eines liebenden Gatten, der ich selbst mehr, noch mehr werden kann, ob sich mein Partner nun ändert oder nicht. Ich kann mich durch deine Liebe, Herr, ändern, sodass nichts mich mehr von dir scheiden wird.“
 
Dann habe ich einen Traum und sehe eine Gemeinde, offen und sprudelnd. Eine Gemeinde mit heilen Menschen, jüngeren und älteren Menschen.
Junge Leute, die für den Herrn offen stehen. Ältere Leute, die nicht in religiösen Gewohnheiten eingerostet sind. Sie suchen tief im Herzen nach dem Herrn und nach dem Verlangen des Herrn nach ihnen.
Sie hören ihn deutlich sprechen.
Einem einzigen Bibeltext gibt er auf einmal eine unglaubliche Tiefe.
Dafür haben sie Ruhe und Frieden bekommen. Sie öffnen die Siegel der Buchrolle für eigenes Leben und in Gemeinschaft. Sie betauen und erfrischen sich gegenseitig. Deutlich, klar. Sie weisen einander in Liebe zurecht. Die Salbung von Gottes Geist ist sehr aktiv. Da sind Lobpreis und Anbetung. Sie sind auch auf die Außenwelt ausgerichtet. Sie bringen Menschen in ein Land von Milch und Honig.
 
Ich habe diesen Traum, und der Teufel verspottet diesen Traum. Ihm liegt viel daran, die Gemeinde organisch zu spalten, aber der Traum endet nicht. Das erkennt jeder. Und jede Schwierigkeit gibt eine noch tiefere Freude und eine noch vollere Anbetung zum Herrn.
 
Mit diesem Traum vor Augen sage ich: „Herr, du kannst in meinem Leben noch vieles tun. Du kannst in unserem Leben noch vieles tun. Oft ergibt sich, dass vor allem bei Krisen noch so wenig von dem lebt, was wir wissen. Herr, gib uns, wenn wir uns gegenüberstehen, soviel von dir, dass wir einander trotzdem festhalten können.
Ich habe einen Traum, Herr, und sehne mich nach der Verwirklichung dieses Traumes. Dass du in jedem von uns fortwirkst. Herr, es muss in unserem Leben noch viele andere, bessere Möglichkeiten geben. Lass deinen Geist in mir wirken. Lass es in mir stärker werden. Herr, berühre mich so tief, dass es mich alles kosten darf. Herr, du suchst das. Du suchst Menschen, die einen Traum haben. Menschen, die eine Beziehung mit dir haben, sodass sie fortwährend deine Anwesenheit spüren. Herr, ich will von alten Gedankengängen loskommen. Ich will deinen Geist sprechen lassen. Ich will immerfort hören, immerfort sehen, was du sagst, zu mir, zur Gemeinde, um deinen Traum zu erfüllen. Diesen Traum habe ich in allem und unter allem. Auch wenn er mir siebenmal aus der Hand genommen wird. Ich werde ihn jedes Mal wieder aufgreifen und mit diesem Traum vor Augen fortfahren.
 
Wir wollen beten.
Herr Jesus, ich danke dir, dass du uns auf diese tiefere Beziehung mit dir hinweist. Das du uns darauf aufmerksam machst, dass um uns herum noch soviel Ballast ist, den wir verwirklicht haben möchten. Das Tiefste ist aber, dass unser Herz noch immer mehr von dir erfüllt werden möchte. Wir schmachten und dürsten nach dir. Und das alles hat mit dem ewigen Leben von dir zu tun. Wir segnen uns gegenseitig, so leuchtend in dieser Endzeit tätig zu sein, um so weiter zu gehen, sodass, Herr, die Liebe immer stärker wird, der Glaube immer unerschüttlicher, und die Erwartung immer größer von allem, was du in aller Einfachheit tust und in unserem Leben ausarbeitest. Wir segnen uns darin in Jesu Namen.
 
Halleluja.
 
Amen